August 23, 2019

3. Offenes Meditieren

Umgang mit Emotionen

Gestern Abend haben wir uns bei Yogaleicht in Dankbarkeit geübt. Es freut mich sehr, dass auch wieder ein paar von euch das Angebot des offenen Meditierens genutzt haben, und sich selbst einen Dankbarkeitsmoment schenken durften.

Beim Thema Dankbarkeit geht es um den «Umgang mit Emotionen». Wenn du regelmässig in Meditation übst, dankbar zu sein und bewusst noch mehr Dankbarkeit zu entwickeln, wird sich etwas verändern. Diese Übungsmethode ist ein wunderbarer Lebensbegleiter in guten und auch schwierigen Tagen.

Zum Einstimmen habe ich folgenden Text vorbereitet und in unserer Meditationsrunde vorgelesen:

Hier der einsteigende Text:

Umgang mit Emotionen

Unsere Gefühle zeigen uns auf, wie es uns in psychischer Hinsicht geht. Oder mit welcher Einstellung wir gerade durchs Leben gehen. Es ist deshalb immer wieder wichtig sich näher mit den Emotionen zu befassen.

Mit der Hilfe von Meditationsübungen können wir lernen störende Gefühle, die uns das Leben manchmal unnötig schwer machen, anzunehmen und loszulassen.

Wir können durch Meditation positive Gefühle bewusst in unser Leben bringen, diese pflegen und vergrössern und mit anderen Menschen und der Welt teilen. Dies haben wir ja das letzte Mal bei der offenen Meditation, mit Metta—liebender Güte, praktiziert, und heute werden wir das gemeinsam mit einer Dankbarkeitsmeditation erfahren.

Dankbarkeit zu entwickeln und zum Ausdruck zu bringen, ist eine traditionelle meditative Übung mit dem Ziel, uns selbst auf eine gute Spur zu bringen. Damit gemeint ist, wir lernen uns umzupolen und nach Gutem Ausschau zu halten. Dankbar zu sein, für das was Gut ist, ist sehr heilsam und macht das Leben leichter.

Übe regelmässig dankbar zu sein, und dein Blick für das Schöne wird sich schärfen. Du wirst mit der Zeit lernen auch schwierigere Lebenslagen viel einfacher von einer positiven Seite her zu betrachten und so wird es dir leichter fallen sie auszuhalten.

☞ Umgang mit Emotionen

Dich in Dankbarkeit zu üben, ist auch ein sehr wohltuendes Morgenritual. Denn ich denke, jeder von uns findet am Morgen etwas oder sogar mehrer Sachen, wofür er dankbar sein darf.

In Momenten, wo du mit dem Leben haderst und dich eher gerade in einer Negativspirale befindest, ist eine Dankbarkeitsmeditation besonders heilsam. Denn in solchen Lebenssituationen stehen meistens nur die negativen Gefühle wie: Ärger, Wut, Traurigkeit oder Verletztheit stark im Vordergrund, während du den positiven Gefühlen fast keinen Raum zugestehst.

Mit Hilfe von einer Meditation, in der wir danken, können wir bewusst die positiven Gefühle wieder pflegen. Du bekommst in Stille deine Insel der Ruhe und darfst zuerst auf das Gute fokussieren. Wenn du möchtest kannst du mit der Zeit auch dankbar sein für Sachen die dir nicht so gefallen oder für dich eher schwierig sind oder waren. Damit zeigst du dir auf, dass du dich wertschätzt in allen Lebenssituationen, mit all deinen Emotionen, ob es gerade gut läuft oder nicht.

Für etwas dankbar zu sein, was dir nicht so zusagt, ist eine Herausforderung. Es ist aber vor allem hilfreich im Zusammenhang, wenn du versuchst dieser unangenehmen Sache auch einen positiven Aspekt abzugewinnen. Wenn der Dank für Negatives für dich noch zu schwierig sein sollte, sei einfach dankbar für eine Randerscheinung oder dankbar dafür, dass du eine bestimmte Situation überstanden hast. Oder du versuchst die Lage insgesamt einfach als positiv zu beurteilen und stellst fest, dass dich diese Lebensmomente, auf deinem Weg auch immer wieder weiterbringen.

Du bist frei in deiner Meditation nur für Gutes oder auch für Schwieriges zu danken, lass dich einfach möglichst ohne zu viele Erwartungen auf deinen Dankesmoment ein.

Möge dir auch dieser Yogaleicht-Blogbeitrag von mir weiterhelfen bei der Verinnerlichung, was wir gestern gemeinsam geübt haben und vielleicht unterstützen diese Zeilen dich nochmals dabei, dass du dir selbst auch in deinem Alltag immer wieder solche Dankbarkeitsrituale ermöglichst.

Ich freue mich bereits auf das nächste offene Meditieren bei Yogaleicht in Sins, hier das letzte Datum dieser Sommerserie: Donnerstag 19. September 2019 von 17.00-17.45 Uhr.

Nutze diese Gelegenheit und diesen geschützten Rahmen, um das Meditieren auszuprobieren, auch wenn es für dich Neuland ist. Getraue dich, es braucht auch gar keine Vorkenntnisse. Es ist ein idealer Ort um Meditationsluft zu schnuppern.

Für alle die weiter oder neu an der Meditation und am edlen Schweigen interessiert sind, nach den Herbstferien gibt es neue Daten. Die Winterserie ist dann wieder ein Kurs von 6 Meditations-Daten, jeweils 1x im Monat, von Oktober 2019 bis im März 2020.

Ich freue mich auf jede Begegnung im edlen Schweigen mit dir.

Namasté Corinne

 

 

 

 

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Corinne Hertzog


Dipl. Yogalehrerin SYV / EYU